Freie Fachschule für Sozialpädagogik Mannheim mit Schwerpunkt Waldorfpädagogik
 Freie Fachschule für Sozialpädagogik Mannheimmit Schwerpunkt Waldorfpädagogik  

Die Ausbildung

 

Ausbildungsbeginn

  • Die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher beginnt mit dem Berufskolleg              im September 2018
  • Die Fachschule für Sozialpädagogik beginnt im September 2019.

 

Ziel der Ausbildung

  • Das Kind / den Jugendlichen in seiner Entwicklungs- und Lernbiographie wahr-nehmen und wertschätzen.
  • Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung begleiten und fördern.
  • Bildungschancen erkennen und Bildungsprozesse eröffnen.
  • Pädagogisches Handeln planen, durchführen und reflektieren können.
  • Sichere Kommunikation in Sprache und Schrift entfalten.
  • Die eigene Persönlichkeit weiter entwickeln und professionelle Fähigkeiten er-langen.

 

Schwerpunkt der Ausbildung

Die Auseinandersetzung mit der Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausbildung. Im Kontext anderer pädagogischer Ansätze wird die Perspektive der Waldorfpädagogik reflektiert.

Die Ausbildung führt zum staatlich anerkannten Erzieher / zur staatlich anerkannten Erzieherin und zum kompetenten Waldorferzieher.

 

Kompetenzen statt Lernziele

Der Unterricht ist kompetenzorientiert, d.h. es genügt nicht, dass die zukünftigen Erzieher und Erzieherinnen sich ein bestimmtes Wissen aneignen – das müssen sie auch – aber sie sollen sich vor allem Fähigkeiten aneignen.

 

Eine Beziehung zum Kind herstellen können, in der sich das Kind geborgen und sicher fühlt und gleichzeitig frei aus eigener Motivation aktiv werden kann.

Dies setzt eine liebevolle und differenzierte Wahrnehmung des Kindes und der gesamten Gruppensituation voraus. Dazu gehören u. a. Kenntnisse der altersgerechten Ansprache, Fähigkeiten zur nonverbalen und non-direktiven Kommunikation. Es verlangt außerdem die Fähigkeit der Selbstreflexion, welche Übertragungen und Projektionen durchschaut.

 

Die Fähigkeit eine positive, lebensbejahende Haltung einzunehmen, auch in schwierigen Situationen

Es ist die Entscheidung der Erzieherin/des Erziehers, seine Aufmerksamkeit auf die Ressourcen und die Fähigkeiten oder auf die Defizite des Kindes, der Eltern, der Kollegen usw. zu lenken. Eine positiv zutrauende Haltung zum Kind und zu seiner Familie auch in schwierigen Situationen stärkt das Kind.

 

Die Fähigkeit einen entwicklungsfördernden sozialen Raum um die Kinder herum zu gestalten.

Liebe zur Welt und zu den Menschen, Achtsamkeit im Zusammenleben mit Kindern und Erwachsenen, Respekt vor der sich entfaltenden Individualität und konsequente Gewaltfreiheit.

 

Die Fähigkeit in verschiedenen Situationen unterschiedliche Kinder professionell zu begleiten.

Die Erzieherinnen / der Erzieher benötigen Phantasie, um das individuelle Kind situativ richtig zu unterstützen. Im strengen Sinne können sie das erlernte Wissen nicht einfach auf die Praxis anwenden, wie dies bei der unorganischen Natur, z.B. in der Mechanik, der Fall ist. Diese Tätigkeit darf dennoch nicht beliebig sein, sie muss sich als professionelles Handeln auszeichnen.

 

Neben vielfältigem Wissen, die Fähigkeit eines eigenständigen Denkens.

Die Herausforderungen einer sich ständig verändernden Gesellschaft erfordern immer neue Antworten auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und deren Umwelt.

 

Die eigene pädagogische Sicht vertreten können und gleichzeitig offen und aufmerksam sein für die Anliegen der Eltern, der Kollegen, anderer pädagogischer Auffassungen und dem gesamten gesellschaftlichen und politischen Umfeld.

 

Die zukünftige Erzieherin/der zukünftige Erzieher muss die Gesetzte und Regelungen, die seinen Beruf betreffen, kennen und in diesem Rahmen pädagogische und politische Verantwortung übernehmen. Dabei muss er sich auch mit seinen eigenen Grenzen auseinandersetzten, sie kennen und bejahen, d. h. sich eine kongruente, berufsethische Haltung aneignen.

 

Unterrichtsmethoden

Abwechslungsreiche Unterrichtsmethoden, Phasen selbstverantwortlichen Lernens, Wechselwirkung von praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnissen und Kunstunterricht sollen den zukünftigen Erziehern eine kompetenzorientiere Lern-entwicklung ermöglichen.

 

Zusammenarbeit mit den Praxisinstitutionen

Die Zusammenarbeit mit den Praxiseinrichtungen ist ein wesentliches Moment der Ausbildung.

 

Erkenne Dich selbst,

     bevor du Kinder zu erkennen trachtest.

Janusz Korszak, 1878-1942

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